Themen

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Gerade in Gesellschaften, die sich immer weiter kulturell und sozial differenzieren, werden vielfältige Möglichkeiten zur Integration und Teilhabe wichtiger. Auch in Deutschland entwickelt sich das Interesse an Politik von Jahr zu Jahr dynamisch — im langfristigen Trend steigt das Interesse. Wir wollen mitreden und uns einmischen und handeln kontinuierlich aus, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen. Dazu gehört auch, wie viel Einfluss wir direkt ausüben wollen und wie wir regiert und verwaltet werden wollen.

Wesentlich für aktuelle Entwicklungen sind Chancengleichheit, digitale Möglichkeiten und nachhaltige Entscheidungen:

Chancengleich engagieren

Gerade Menschen, die durch eine aktuelle politische Realität benachteiligt werden, haben häufig keine starke Lobby und wenig Möglichkeiten zur Einflussnahme. Wie lassen sich solche Abwärtsspiralen von sozialen und politischen Ungleichheiten in einem gesellschaftlichen Zusammenleben verhindern?

Chancengleichheit ist eine sozialpolitische Maxime. Das heißt: gleiche Startchancen und gleicher Zugang zu allen Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für alle, damit alle ihre Lebenschancen gleichermaßen wahrnehmen können. Was bedeutet das heute, in Zeiten, in denen wir (immer noch?) denken, dass jede:r alles schaffen kann? Der Amerikanische Traum lebt in vielen unserer Köpfe weiter und wird befördert durch Systeme, die uns suggerieren, jede:r sei ihres:seines eigenen Glückes Schmied. Natürlich soll und darf in Bezug auf den Lebensweg niemandem die eigene Handlungsfähigkeit und Entscheidungsmacht abgesprochen werden, doch wird das Ausmaß dieser häufig überschätzt, wenn wir vergessen, dass Menschen, die durch aktuelle politische Realitäten benachteiligt werden, häufig keine starke Lobby haben und wenig Möglichkeiten besitzen, aus ihrer Lage herauszuwachsen und Einfluss zu nehmen.

Fragen, die unser Engagement für mehr Chancengleichheit betreffen, gehen somit direkt an den Kern der Sache: Wollen wir als Gesellschaft Chancen- oder Ergebnisgleichheit? Überwiegen unsere liberalen Ziele oder sozialorientierten Vorstellungen? Stellen wir uns vor, wir befinden uns alle zusammen am Fuße einer Treppe und wollen hinauf zur Tür. Einige laufen los, schon haben sie es geschafft — aber du sitzt im Rollstuhl. Dieses Bild lässt sich auf viele gesellschaftliche Probleme und Fragestellungen übertragen, nicht nur auf die tatsächliche Barrierefreiheit. Beispielsweise sprach Bourdieu von sogenannten Habitusbarrieren, das heißt von habituellen Strukturen, die in gewissen gesellschaftlichen Milieus vorherrschen und als Kennzeichen sozialer Klassen gelten. Nach Bourdieu stellen auch diese Umgangsformen und die reine Zugehörigkeit zu einer vermeintlichen Klasse Barrieren für den sozialen Aufstieg dar.

Wie kann man diesen Tendenzen als Gesellschaft entgegenwirken? In Deutschland gibt es seit 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), oft auch Antidiskriminierungsgesetz genannt, das Benachteiligungen unterschiedlicher Art verbietet. Die Religion, sexuelle Orientierung, das Alter, Geschlecht oder die Weltanschauung, ethnische Zugehörigkeit oder eine Behinderung dürfen beispielsweise bei einer Jobbewerbung laut Gesetz keine Rolle spielen. Und doch sieht, sagen wir die politische Personenlandschaft in Deutschland weiterhin relativ homogen (soll heißen weiß und männlich) aus — auch wenn es sicherlich einige positive Entwicklungen in Richtung mehr Diversität gegeben hat. Hier drängen sich Fragen auf, die uns auch in Zukunft interessieren müssen: Wer engagiert sich, wer kann sich überhaupt engagieren — und für wen? Wie schaffen wir Verbindungen zwischen denen, die systematisch vom politischen Prozess ausgeschlossen sind oder denen aus unterschiedlichen Gründen der Zugang zu diesem verwehrt ist? Wie lassen sich Abwärtsspiralen von sozialen und politischen Ungleichheiten in einem gesellschaftlichen Zusammenleben verhindern?

Nachhaltig engagieren

Politische Entscheidungen verlaufen zyklisch und orientieren sich oft nur an der aktuellen Wahlperiode und dem nächsten Wahlkampf. zu Recht haben daher gerade jüngere Generationen das Gefühl, dass Probleme, die direkt ihre Zukunft betreffen, immer häufiger auf die lange Bank geschoben werden. Wie kann ein gemeinsames Bewusstsein für eine nachhaltige Gesellschaft entstehen?

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“, schriebt die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1987. Schon damals haben wir uns das Ziel gesetzt, unseren Kindern und Enkeln eine intakte Erde samt sozial und ökonomisch funktionierendem Gefüge zu hinterlassen. Ohne Erfolg? Wenn wir von nachhaltigem Engagement sprechen, geht es nicht nur um unsere (andauernden und stetigen) Kaufentscheidungen oder unser individuelles Verhalten, sondern auch um das große Ganze: um Politik, die sich von Legislaturperiode zu Legislaturperiode bewegt und zyklisch verläuft. Politische Prozesse orientieren sich oft nur an der aktuellen Wahlperiode und dem nächsten Wahlkampf. Eine Tendenz, die der dringenden Notwendigkeit nachhaltiger Politik exakt zuwiderläuft.

Zu Recht haben daher gerade jüngere Generationen das Gefühl, dass Probleme, die direkt ihre Zukunft betreffen, immer häufiger auf die lange Bank geschoben werden. Ihre politische Macht ist begrenzt, auch wenn Bewegungen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion gezeigt haben, dass (Umwelt-)Politik jungen Menschen sehr wohl am Herzen liegt. Sie sind politisiert wie nie, sie brachten die drohende Klimakatastrophe auf die Bildfläche und tragen weiterhin zur Bewusstseinsbildung bei. Immer häufiger war und ist aber von einem Generationenkonflikt die Rede. Bedürfnisse und Einschränkungen in persönlichen Lebensweisen werden zum Streitthema am Familientisch — und haben eine globale Dimension, die wir viel zu häufig ausblenden. Eine wesentliche Frage dabei: Wie kann ein gemeinsames Bewusstsein für eine nachhaltige Gesellschaft entstehen, über Generationen, aber auch über Ländergrenzen hinweg? Was bedeutet mein individuelles Engagement für mehr Nachhaltigkeit — für mich und für das große Ganze? Wie behält man die Hoffnung bei dem Gedanken an den Tropfen auf den heißen Stein? Ökologisch, sozial und ökonomisch stellt uns die Klimakatastrophe vor nie dagewesene Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können. Welche Handlungsfelder gehören zur Nachhaltigkeitspolitik und welche Schwerpunkte brauchen wir also, um der Kurzfristigkeit eine Absage zu erteilen?

Digital engagieren

Sowohl Staaten als auch Bürger:innen nutzen verstärkt digitale Technologien. Gerade an den Schnittstellen zwischen beiden Gruppen in Politik und Verwaltung gibt es jedoch immer wieder Kritik an unsicheren und manipulierbaren Tools. Wie lassen sich gesellschaftliche und politische Prozesse auch digital verhandeln und umsetzen?

Sommer 2014, draußen ist es heiß, doch das Internet sorgt für Abkühlung: Wir erinnern uns, die Ice-Bucket-Challenge, eine Spendenkampagne zur allgemeinen Belustigung, bei der sich Teilnehmer:innen einen vollen Eimer Eiswasser über dem Kopf ausschütten und sich dabei filmen, hat einen ernsten Zweck. Mit einer Spende für die Bekämpfung der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) soll einem Thema Aufmerksamkeit geschenkt werden, das sonst kaum in der Öffentlichkeit steht. Die Videos gehen viral, aber wie nachhaltig ist die Aktion? Haben wir tatsächlich etwas über die Krankheit gelernt oder doch nur noch Gänsehaut bei dem Gedanken an das Eiswasser? Digitales Engagement hat die Tendenz, sich nach kurzfristigen Trends wieder zu verflüchtigen. Zu schnell erscheint die nächste Aktion im Feed unserer sozialen Netzwerke, die zu wahren Plattformen des digitalen Engagements werden: Aktivist:innen filmen Polizeigewalt, Proteste und Demonstrationen, Videos und Fotos dokumentieren Unrecht und werden unzählige Male geteilt, Nachrichten werden bekanntgegeben und Aktionen organisiert. In vielen Ländern wird so das Handy zur Waffe gegenüber repressiven Staatsorganen und Regierungen.

In Zeiten von Corona gestaltet sich digitales Engagement dabei noch auf einer weiteren Ebene, wenn Demonstrationen aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden können. Live-Übertragungen auf Facebook, Instagram, Twitter uvm. schaffen Abhilfe, ein Gefühl virtuellen Zusammenhalts, und sind nicht selten verbunden mit Aufrufen zu Crowdfunding-Aktionen. Plattformen wie betterplace.org bieten plötzlich Themen und sozialen Projekten Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung, die sich vor der Digitalisierung oft gänzlich unter dem Radar bewegten. Wie verändern sich gesellschaftliche Teilhabe und freiwilliges Engagement durch die Digitalisierung? Wie können technische Innovationen dazu beitragen, das Gemeinwesen digital zu stärken und das Engagement zu erleichtern? Welche zivilgesellschaftlichen Möglichkeiten gibt es, diese digitalen Entwicklungen aktiv mitzugestalten?

Eine Voraussetzung bei alldem: die digitale Infrastruktur — auch in der öffentlichen Verwaltung. Sie muss sich dem rasanten Wandel anpassen und dabei neue digitale Strategien umsetzen, die über moderne IT-Lösungen hinausgehen — Stichwort eGovernment. Was bedeutet das konkret? Ein viel zitiertes Beispiel ist Estland: In der öffentlichen Verwaltung gibt es in Europa kaum ein Land, das seine Digitalisierung so weit vorangetrieben hat. Der estnische Staat stellt seinen Bürger:innen ca. 1.500 digitale Dienstleistungen bereit; gleichzeitig gibt die Bevölkerung sehr viele persönliche Daten in dieses System hinein. Welche Risiken gibt es bei dieser Art der Verwaltung für Bürger:innen, die immer gläserner werden? Ist das estnische Modell für ganz Europa, oder gar global so erstrebenswert wie es scheint? Und ist uns die vermeintliche bürokratische Bequemlichkeit lieber als unsere Privatsphäre? Unsichere und manipulierbare Tools in Politik und Verwaltung werden immer wieder kritisiert, nicht nur von Datenschützer:innen. Wie lassen sich gesellschaftliche und politische Prozesse auch digital verhandeln und umsetzen?

Aktuelle Insights zum Thema engagieren

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Na, wie schlägst du dich heute so? Future Slam zum Ende der Teflon-Ära:
blush & blue #003

Aussitzen, abwägen, freundlich nicken und ewig nachdenken, alles Attribute von gestern. Was es jetzt braucht, sind Entschlossenheit und Mut. Die Melancholikerin in mir ist stark derzeit. Aber bei einem schönen Maienspaziergang konnte ich ihr folgenden alternativen Zukunftsplan unterbreiten.

Von Anja Mutschler, 05.05.2022

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Mental state/nation & Schönes, dennoch
blush & blue #002

blush & blue: Kalt und warm. Optimistisch und nachdenklich. Heiter und tiefsinnig. Unsere zwei Unternehmensfarben weisen den Weg: Das monatliche Editorial von Anja Mutschler, Managing Partner des Research Institute 20blue spürt einmal im Monat den wichtigen Debatten und Zeitläuften nach. Mit Kopf, aber nicht kühl.

Von Anja Mutschler, 05.04.2022

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Nichts Gutes und doch so viel
blush & blue #001

blush & blue: Kalt und warm. Optimistisch und nachdenklich. Heiter und tiefsinnig. Unsere zwei Unternehmensfarben weisen den Weg: Das monatliche Editorial von Anja Mutschler, Managing Partner des Research Institute 20blue spürt einmal im Monat den wichtigen Debatten und Zeitläuften nach. Mit Kopf, aber nicht kühl.

Von Anja Mutschler, 04.03.2022

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Was bedeutet Nachhaltigkeit
für Unternehmen und im Mittelstand?

Nachhaltigkeit spielt in Zeiten von Fridays For Future, der angestrebten Energiewende und dem Klimawandel eine bedeutendere Rolle als noch vor wenigen Jahren, gerade die ökologischen Dimensionen der Nachhaltigkeit sind inzwischen weitestgehend Konsens geworden. Wie sieht es aber mit Nachhaltigkeit in Unternehmen aus, wenn ökologische, soziale und kulturelle Dimensionen mit einer ökonomischen Dimension in Einklang gebracht werden müssen?

Von Carsten Hesse, 22.02.2022

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Expert Insight: Nachhaltige Lieferkette
– warum sie immer wichtiger wird

Für Unternehmen wird ein grünes Image immer wichtiger – Verbraucher fragen nachhaltige Produkte nach und Firmen preisen ihre Waren als „fair“ und „ökologisch“ an. Dafür hilfreich, bald oft notwendig: die nachhaltige Lieferkette.

Von Daria Mak-Walther, 17.02.2022

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Nachhaltigkeitsberichte:
Wer kann, wer darf, wer muss?

Der Nachhaltigkeitsbericht ist mehr als eine Aufzählung der eigenen Aktivitäten, um im guten Licht zu stehen. Der Report nutzt nicht nur dem Unternehmen selbst – als gleichberechtigte Informationsquelle neben dem Finanzbericht gewinnt diese Art der Berichterstattung immer mehr an Bedeutung. Höchste Zeit also, sich mit dem Nachhaltigkeitsbericht zu beschäftigen – Teil 3 unserer Artikelserie zum Thema Nachhaltigkeit in den Life Sciences.

Von Kerstin Hermuth-Kleinschmidt und Heiner Weigand, 02.11.2021

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Der Greenwashing-Falle entkommen:
4 Tipps zeigen wie

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Doch die Angst vieler Life-Siences-Unternehmen, mit einer gut gemeinten aber schlecht umgesetzten Kommunikationskampagne Schiffbruch zu erleiden, ist groß. Hier finden Sie vier Tipps wie man der Greenwashing-Falle entkommt und stattdessen mit seiner Nachhaltigkeitskommunikation einen aktiven Dialog startet.

Von Kerstin Hermuth-Kleinschmidt und Heiner Weigand, 02.11.2021

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Wie geht Nachhaltigkeit
in den Life Sciences?

Das langsame Ende der Corona-Pandemie scheint in greifbare Nähe zu rücken. Ganz ohne Frage ein Verdienst der Life Sciences. Doch auch die Klima-Krise mit potenziell ebenso dramatischen Auswirkungen ist noch da, auch wenn sie in der Öffentlichkeit gerade Pause macht. Und – auch in Sachen Nachhaltigkeit kommt den (ressourcenintensiven) Life Sciences eine zentrale Rolle zu.

Von Kerstin Hermuth-Kleinschmidt und Heiner Weigand, 28.10.2021

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Established Players and Outsiders
in Politics

After the federal election in Germany, we see a change in political power relations. There are no longer two large parties dominating the scene, but the German voters’ election has become more diverse. Meüs van der Poel and Anja Mutschler explain how the world systems theory helps to understand the outcomes of the current federal election and the transition of power from established political players to outsiders.

Von Meüs van der Poel und Anja Mutschler, 14.10.2021

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German lobby regulations
urge for a new approach

Meüs van der Poel states that he has been like a fish in the water in Berlin, since the run-up to the German EU Council presidency and the preparations for the new term of government in Germany. In his expert statement, he shares his opinion on what the new Lobby Register will mean for lobbyists and agencies: “The wind of change towards lobbying in Berlin urges for a new approach. The new transparency rules force lobbyists and their agencies to innovate. A new era along the Spree is shining.”

Von Meüs van der Poel, 08.07.2021

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Post-COVID-Umweltperspektiven
in Lateinamerika und der Karibik

“Es ist verfrüht, von einer nahen Post-COVID-Zeit für Lateinamerika und die Karibik zu sprechen, denn trotz der Heterogenität der Region waren die sozialen Ungleichheiten und die mangelnde Befriedigung der Grundbedürfnisse in den meisten Ländern der zündende Faktor einer humanitären Katastrophe mit Epizentrum in Brasilien.” Welche gravierenden Folgen die COVID-19-Pandemie für die Umwelt in Lateinamerika und der Karibik hat, erläutert Dr. María Angela Torres Kremers in ihrem Expert Statement.

Von María Angela Torres Kremers, 29.04.2021

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Corona-Pandemie in Rumänien:
Die Kluft zwischen Stadt und Land wächst

“Die Pandemie verschärft in Rumänien die bereits vorhandenen Disparitäten zwischen ländlichen und städtischen Räumen. Sie führt uns nochmals den maroden Zustand des Gesundheits- und Schulsystems in ganz besonderer Weise vor Augen. Fehlende Technologien, Ressourcen und fachliche Kompetenzen ziehen in der Corona-Krise vor allem sozial vulnerable Bevölkerungsschichten in ländlichen, peripheren Räumen in Mitleidenschaft.” Ein Expert Statement von Dr. Karolina Purnhauser.

Von Karolina Purnhauser, 15.04.2021

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Ohne Müll durchs Leben:
Wie Zero Waste die Konsumwelt verändert

Die Vermeidung von Müll ist höchst relevant für unsere Gesellschaft. Deshalb überdenken immer mehr Konsumenten ihren Lebens- und Konsumstil mit Blick auf Müllvermeidung, indem sie nachhaltige Konsumpraktiken adaptieren. Der Lebensstil des sogenannten Precycling zielt darauf ab, Müll aus Verpackungsmaterialien abzulehnen, den eigenen Konsum mengenmäßig auf das Nötige zu reduzieren und Güter konsequent wiederzuverwenden; ergo, dem vielzitierten 5R-Ansatz des Reject, Reduce, Reuse, Recycle and Repair zu folgen. Prof. Dr. Katharina Klug, Professorin für Marketing an der Fresenius Hochschule, Akademie für Mode & Design, forscht zu Precycling als post-modernem Konsum- und Lebensstil im Kontext von Zero-Waste und Circular Economy.

Von Katharina Klug, 19.02.2021

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Corona-Pandemie in Lateinamerika:
Gesundheitskrise durch soziale Ungleichheiten

„In Lateinamerika verschärfen sich soziale Ungleichheiten und die Gesundheitskrise gegenseitig, auch weil Anti-Corona-Maßnahmen die soziale Realität der Bevölkerung nicht anerkennen. Die Krise legt die bestehenden Ungleichheiten offen und macht die Notwendigkeit struktureller Reformen deutlich.“ Eines unserer #expertstatements von Dr. Mona Nikolić.

Von Mona Nikolić, 25.06.2020

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Containing the Corona Crisis:
Romania in military-style lockdown

„In Romania, the efforts to contain the Corona crisis are affected by a number of peculiarities: the countries huge diaspora of guest workers, an aging rural population, the chronically understaffed and underfinanced public health system and industrial activity dependent on international supply chains. Last, but not least: a strained state budget.“ - One of our #expertstatements by Andreea Sepi.

Von Andreea Sepi, 31.03.2020

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Reporting for Change: Wie CSR-Berichte ein Unternehmen verändern

In diesem Jahr sind Unternehmen erstmals dazu verpflichtet eine nicht-finanzielle Erklärung zu den sozialen und ökologischen Dimensionen ihrer Arbeit abzugeben – eine Neuerung die für viele betroffene Unternehmen nur als zusätzliche Arbeit gesehen wird. Nimirum-Expertin Kerstin Hermuth-Kleinschmidt zeigt, wie aus dem CSR-Bericht statt leidiger Verpflichtung ein direkter Mehrwert für das Unternehmen wird.

Von Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, 22.10.2018

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„Leute machen Kleider“ – Einblicke in die globale Textilindustrie

Was erzählen meine Kleidungsstücke? Das fragt sich die Autorin Imke Müller-Hellmann. Sie war für Leute machen Kleider weltweit unterwegs, um die Menschen zu treffen, die ihre Kleidung hergestellt haben. Im Gespräch mit Dr. Christophe Fricker geht es um Nachhaltigkeit, Konsumverhalten und Unternehmer.

Von Christophe Fricker, 27.03.2018

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10 Leseempfehlungen von Dr. Christophe Fricker

Zum Ende des Jahres hat Dr. Christophe Fricker, Managing Partner bei Nimirum und selbst Autor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler, 10 Leseempfehlungen zusammengestellt. Egal ob als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk oder Jahresrückblick auf 2017.

Von Christophe Fricker, 19.12.2017

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„Nachhaltige Vernetzung nötig“ – Demenznetzwerke.de im Gespräch

Der Patient von heute informiert sich online: Eine neue Gattung Gesundheitsportale ist dabei entstanden, die nicht nur den Patienten, sondern immer häufiger auch andere Anspruchsgruppen informiert: Politik, Pharmaunternehmen, medizinische Start-Ups, Krankenkassen. Nimirum nimmt die neuen Spezialportale unter die Lupe, in Folge 2: Demenznetzwerke.de.

Von Mona Nikolić, 28.11.2017

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Schluss mit der Sachlichkeit im Umgang mit „den Fremden“!

Im November hat Dr. Christophe Fricker, Managing Partner von Nimirum, bei der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft im Dialog“ über die Notwendigkeit eines mutigen Umgangs mit der Fremdheit gesprochen. Die Veranstaltung des Vereins Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e.V. bot dabei auch die Möglichkeit zum Austausch zwischen den 70 Gästen.

Von Christophe Fricker, 24.11.2017

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Eine (wahre) Geschichte der Fake News

Stefan Raab ist tot, Obama bei einem Brand ums Leben gekommen, und der Papst unterstützt Trump? Frei erfunden – aber so wirksam, dass die Angst vor den Fake News umgeht. Vor „Lügenschleudern“ (Spiegel), vor den „Armeen der Unwahrheit“ (Die Zeit). Eigentlich gibt es schon Mechanismen dagegen. Aber das heutige Problem ist ein ganz anderes. Eine Analyse von Nimirum-Experte Dr. Christian Salzborn.

Von Christian Salzborn, 06.02.2017

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Fettleibigkeit – Strategien gegen den neuen Mangel

Gesellschaft und Politik weltweit sind im Kampf gegen Hunger erfolgreich, aber Fehlernährungen aller Art sind weiterhin weit verbreitet. Ein koordiniertes Vorgehen ist nötig, um soziale und ökologische Folgen zu entschärfen und unsere Ernährung auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen. Schließlich soll Essen auch wieder wirklich Spaß machen. Wie das gehen könnte, beschreibt Stefan Jungcurt.

Von Stefan Jungcurt, 24.01.2017

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Nimirum: internationale Einschätzungen zur US-Election 2016

Es ist Realität. Donald Trump wurde zum Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Die Reaktionen reichen von zufrieden über überrascht bis zum Rande des Nervenzusammenbruchs. Einen Tag nach der Wahl äußern unsere Experten Erwartungen an die Zukunft und analysieren Reaktionen von Kanada über die Schweiz bis Russland.

Von 20blue, 10.11.2016

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President Trumps Research

Die Wahl von Trump zum US-Präsidenten stellt die Welt von Research und Wissen vor zwei wichtige Herausforderungen: 1. Warum hat fast keine Prognose diesen Sieg vorhergesagt und was sagt das über quantitative Vorhersagen generell aus? 2. Wie geht es weiter in einer Welt, in der nun nach dem Brexit zum zweiten Mal eine wichtige Abstimmung zugunsten postfaktischer Politik entschieden wurde?

Von Christophe Fricker, 09.11.2016

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Was soll Nachhaltigkeit sein? Neue Antworten aus der Wissenschaft

Unternehmen, Agenturen und Bürger fragen sich: Was wird von uns erwartet, wenn es um Nachhaltigkeit geht? Welche Standards gibt es, und was bringt das? Nachhaltigkeit ist ein politisches Projekt auf wissenschaftlicher Grundlage. Wissenschaft aber entwickelt sich ständig weiter. Nimirum-Expertin Dr. Hermuth-Kleinschmidt zeigt anlässlich des SISI-Symposiums des BMBF 2016 Trends und Entwicklungen.

Von Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, 28.09.2016

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Our Brexit Opportunity (Country Analysis, #3)

Can Brexit be a moment of opportunity? Voters may have been misled, and their motivations are hard to assess. But the vote for Brexit is the result of at least one desire that entrepreneurs can work with. Nimirum Managing Partner Dr Christophe Fricker explains.

Von Christophe Fricker, 28.07.2016

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“The United Kingdom has never been more disunited”: How different are Scotland, England, and Northern Ireland now?

Scottish and English socities seem to be drifting apart – and Northern Ireland is different again. A closer look at values and attitudes reveals deep rifts. Businesses as well as politicians are wondering: Having distanced themselves from Europe, will Brits also give up on the notion of a United Kingdom?

Von Fergal Lenehan, 11.07.2016

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3 Lessons from the Brexit Campaign (Ländercheck, Folge 2)

The debate around the UK’s position vis-à-vis the European Union has been a fight of gut instincts versus rational arguments. While the failure to make a passionate case for “Europe” has been a serious mistake of the Remain camp, the Leave campaign’s deliberate rejection of facts speaks for a troubling new development in public communications. What other lessons can be learnt from the Brexiters?

Von Christophe Fricker, 22.06.2016

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Frankreich, Europameister der Demonstrationen und Streiks (Ländercheck, Folge 3)

Die Fußball-Europameisterschaft ist in vollem Gange und Frankreich beherrscht als Austragungsland die Schlagzeilen. Bilder von nächtlichen Kundgebungen, teilweise gewalttätigen Demonstrationen, Streiks an Bahnhöfen und Flughäfen sowie Straßenblockaden gehen durch die Medien. Herrscht in Frankreich Chaos?

Von Julia Burmeister, 20.06.2016

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Geld, Macht, Tore: Briefing zur EM 2016

Spiel oder Krieg? Selten zuvor barg eine Fußball-EM zuvor derart viel unsportliches Konfliktpotenzial. Wir klären auf - auch in punkto interkulturelles Marketing.

Von Kristian Schulze, 06.06.2016

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Vegetarier zwischen Individualismus und Markt: Endet die Sinnsuche am Tellerrand?

Bei Ernährungstrend denkt man inzwischen fast automatisch an “vegetarisch”. Warum beschäftigt sich die Gesellschaft gerade mit diesem Trend so ausführlich? Und was passiert, wenn große Unternehmen plötzlich auf einen eigentlich individualistischen Trend anspringen? Unser Experte Christoph Wittmayer geht der Sache auf den Grund.

Von Christoph Wittmayer, 21.05.2016

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„Open discussions missing from Chinese journalistic texts”

Getting information about the Chinese market is one thing. The real issue is knowing what to do with it. We interviewed Oliver Pöttgen, expert researcher with a focus on the Chinese media, entertainment, and Internet landscape, about how research on China compares to the analysis of other countries.

Von Oliver Pöttgen, 13.04.2016

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Le 11ème – Paris frappé au cœur [traduction de la version originale allemande]

Die französische Übersetzung unseres Artikels “Paris 11 - im Herzen getroffen”: Après les attentats de vendredi, le 13 novembre, on entend partout que Paris était “frappé au cœur”. Suivez-nous sur les traces de ce cœur parisien. L’article est publié dans la version originale allemande le 17. novembre par Nimirum; Ecrit et traduit par Julia Burmeister et Claire Lochet (traduction).

Von Julia Burmeister, 15.12.2015

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Le 11ème – Paris frappé au cœur [traduction de la version originale allemande]

Die französische Übersetzung unseres Artikels “Paris 11 - im Herzen getroffen”: Après les attentats de vendredi, le 13 novembre, on entend partout que Paris était “frappé au cœur”. Suivez-nous sur les traces de ce cœur parisien. L’article est publié dans la version originale allemande le 17. novembre par NIMIRUM; Ecrit et traduit par Julia Burmeister et Claire Lochet (traduction).

Von Julia Burmeister, 10.12.2015

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Werden Sie mal nicht zum Flüchtling!

Nimirum-Inhaber Dr. Christophe Fricker bezieht Stellung zur Flüchtlingsdebatte und ihrem Gefühlschaos. Er warnt vor Kollektiven und appelliert an die Unternehmer in uns. Die Kolumne zur Krise.

Von Christophe Fricker, 30.11.2015

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Paris 11 - im Herzen getroffen

Unsere französische Expertin aus dem Nimirum-Netzwerk Julia Burmeister lebt in Paris. Eindrücklich schildert sie die Stimmung im hauptsächlich betroffenen elften Arrondissement, “dem” Pariser Viertel schlechthin.

Von Julia Burmeister, 17.11.2015

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Pflanzlicher Fleischersatz – Potential für die Lebensmittelwirtschaft

Vegetarischer Schinkenspicker? Es gibt immer mehr Menschen, die auf Fleisch verzichten wollen ohne auf Fleisch zu verzichten. Die WHO-Meldung zur krebserregenden Wurst zeigt, dass dies der richtige Schritt ist. Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu Vegan, Vegetarisch, Flexitarisch und allem dazwischen von der Expertin Melanie Kirk-Mechtel aus unserem Nimirum-Netzwerk.

Von Melanie Kirk-Mechtel, 22.10.2015

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Liebe Wahlheimat … unsere Inhaberin macht den Mund auf: #RefugeesWelcome

Ostdeutschland ist gegen Ausländer. Ausnahmslos und homogen. So fühlt sich zumindest die öffentliche Debatte manchmal an. Nimirum-Inhaberin Anja Mutschler beleuchtet eine persönliche Sicht - Ohne Generalisierung. Refugees Welcome!

Von Anja Mutschler, 10.09.2015

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Expertenmeinung: TTIP und Sicherheitspolitik

Europäische Union und Vereinigte Staaten verhandeln weiter über das Freihandelsabkommen TTIP, die „Transatlantic Trade and Investment Partnership“. Kaum öffentlich beachtet werden die möglichen sicherheitspolitischen Folgen des Abkommens. Nimirum-Experte Daniel Dornis analysiert sie.

Von Daniel Dornis, 24.06.2015

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Fokus Frankreich: Innovationen im Bildungsbereich - bitter nötig

In Frankreich ist die Wirtschaftskrise ungebrochen spürbar. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 23,7 % extrem hoch. Fachkräftemangel, Generationenkonflikt und soziale Spaltung sind die Folge eines strukturell überforderten Bildungssystems. Innovationen im Bildungsbereich sind bitter nötig.

Von Julia Burmeister, 19.06.2015

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Nachhaltig gegen die Krise kommunizieren - CSR: mehr als eine Blaupause?

Nachhaltige Kommunikation stehen seit Jahren auf der Agenda von Unternehmen. Insbesondere Umweltthemen fordern den Dialog mit allen Stakeholdern. Wird der CSR-Trend in der Kommunikation aber wirklich nachhaltig umgesetzt?

Von María Angela Torres Kremers, 24.02.2015

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Datenschutz im Internet: Kommt der Aufschrei doch noch?

Datenschutz und Big Data: Rechte und Richtlinien

Von 20blue, 04.11.2014

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Warum nimmt die Umweltflucht zu? Der Klimawandel als eine Ursache

Was ist Umweltflucht? Was ist die Definition von Umweltflüchtlingen? Was bewegt Menschen zur Migration? Welche Perspektiven gibt es? Eine Nimirum-Analyse.

Von 20blue, 04.11.2014

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Partizipation in Deutschland // Sind uns Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit wichtig?

Bürgerinitiativen z.B. gegen Stuttgart 21: Der Trend zur Partizipation und Gerechtigkeit wird in vielfältigen Formen der Bürgerbeteiligung offensichtlich.

Von 20blue, 02.09.2014

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Ice-Bucket-Challenge - Wie ein Trend kulturübergreifend um die Welt geht

Zahlreiche Promis stellen derzeit Videos von sich ins Internet, in denen sie sich mit einem Eimer voll Eiswasser übergießen. Was sind die kulturellen Hintergründe für die schnelle Verbreitung dieses Trends? Welche Kritik ist berechtigt? Der Rüsselfisch klärt auf.

Von 20blue, 29.08.2014

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Der Einfluss sozialer Medien in China auf das Konsumverhalten

Die Zahl der Internetnutzer und Nutzer sozialer Netzwerke in China steigt kontinuierlich. Die sozialen Netzwerke haben nicht nur einen starken Einfluss auf die Entscheidungen der chinesischen Konsumenten, sondern werden mittlerweile sogar als die Trend-Macher der Gegenwart angesehen.

Von Huan Xu, 29.08.2014

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Kolumne // Fricker fragt: Habe ich ein Recht auf meine Fakten?

Die Kolumne von Dr. Christophe Fricker, Inhaber von Nimirum zur Balance zwischen Meinungsfreiheit und Wahrheitspflicht.

Von Christophe Fricker, 28.02.2014

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Vertrauen, beteiligen, kommunizieren: Vorwahlstimmung?

Großprojekte wie Stuttgart 21 oder die Elbvertiefung haben eklatante Mängel in den Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte offenbart. Die gegenwärtigen Zustände sind für alle Akteure unbefriedigend. Unser neues Dossier “Bürgerbeteiligung” ergänzt unsere Topic Now-Dossiers.

Von 20blue, 20.09.2013

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Obama und Clinton:
Was heißt Change?

Lufthoheit über wichtige Begriffe zu gewinnen, ist für Politiker so schwierig wie für Kommunikationsprofis und Unternehmen. Wer die “Battle for Definition” gewinnt, gewinnt auch den ganzen Wahlkampf. Wie geht das?

Von 20blue, 20.09.2013

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