Haben Autos künftig ein Bewusstsein?

Alfred Fuhr , 14.09.2017

Verkehrssoziologe Alfred Fuhr weiß, dass Autos nicht nur ein Bewusstsein haben, sondern auch betrügerische Taten vollbringen können. Darüber schreibt er in „Haben Autos künftig ein Bewusstsein? Ein vorausschauender Rückblick auf die IAA 2017 aus der Perspektive der automobilen Gesellschaft.“

Manchmal steckt die ganze Welt in einem Satz. Und dann kann aus einem Werbeslogan für die IAA eine nichtintendierte Realsatire werden. Ein Werbeplakat an einer Bushaltestelle in Frankfurt fragt: „Haben Autos künftig ein Bewusstsein? Was da so zukunftsträchtig die Leser an der Bushaltestelle zur welt-größten Automobilausstellung locken sollte, erzeugt inzwischen auch ambivalente Gefühle. Man kann die Frage nach einem künftigen Bewusstsein von Autos auch so beantworten: Haben Autos künftig ein Bewusstsein? Zukünftig? Nein. Schon heute!

Und es kann sich irren. Das Navigationssystem führt uns schon mal in die Irre, sieht Straßen, wo keine sind – und plumps, liegt das Auto im Wasser. Wer haftet dafür? Der Fahrer. Und das Bewusstsein der Maschine kann sich nicht nur irren, oder ausfallen, und das Auto bleibt dann stehen, inzwischen hat deutsche Ingenieurskunst ihm sogar beigebracht, andere Menschen zu betrügen und selbst andere Maschinen hinters Licht zu führen. Nun ja, Vertrauen in einen netten und freundlichen Neu- oder gar Gebrauchtwagen Händler zu haben ist gut, Kontrolle durch einen unabhängigen Experten aber dringend geraten, will man nicht auf einen Tachobetrug, einen verborgenen Unfallschaden oder einen plötzlichen Motorschaden hereinfallen.

Zuerst veröffentlicht auf: https://www.dasfuhrwerk.net/