Podcast 20blue hour, Folge 2: Wohnen und Arbeiten

Anja Mutschler , 28.04.2021

In der zweiten Folge der 20blue hour spricht Anja Mutschler mit Astrid Nelke und Andreas Reiter über Wohnen und Arbeiten und wie diese Themen sich aktuell vermischen. Im gemeinsamen Gespräch wird der Bogen von persönlichen Erfahrungen zu den Strukturen geschlagen, die es braucht, um ernsthaft Arbeitswelten flexibel an unterschiedliche Persönlichkeiten, Situationen und Lebensrealitäten anzupassen.

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In der zweiten Folge der 20blue hour, dem Podcast von und mit Anja Mutschler dreht sich alles um Wohnen und Arbeiten. Zwei sehr zentrale Bereiche – schließlich bezeichnen wir mit wohnen und arbeiten nicht ohne Grund gleich zwei unserer acht Themenfelder – die durch die anhaltende Corona-Pandemie immer mehr ineinander fließen. Wohnungen werden zu Arbeitsplätzen, Büros werden zu den letzten Orten, an denen aus mal mehr, mal sehr viel weniger verständlichen Gründen noch ein Treffen mit mehreren Menschen möglich ist.

Ihre Gäste Astrid Nelke und Andreas Reiter müssen sich daher auch gleich der Frage stellen, wo man sie eigentlich gerade während einer virtuellen Podcast-Aufnahme erwischt.

Astrid Nelke von [know:bodies] forscht schon länger zu verschiedenen Aspekten der Arbeitswelt. Sie hat die aktuelle Situation selbst als das „New Business Normal“ bezeichnet, in dem wir unsere Vorstellungen von Arbeiten und Wohnen neu organisieren und gestalten müssen. Den Podcast nimmt sie aus ihrem Home Office im Thüringer Wald auf, ansonsten pendelt sie in der Pandemie zwischen diesem und zwei weiteren Home-Office-Strukturen in Berlin und Brandenburg. Ihr Büro hat sie bereits vor einigen Jahren komplett aufgegeben.

Andreas Reiter ist Zukunfts- und Transformationsforscher und nimmt zumindest diesen Podcast ebenfalls von zu Hause aus auf. Ansonsten ist der Wiener aber persönlich nicht der Typ fürs Home Office und ist aktuell jeden Tag im Büro und genießt dabei vor allem die Fahrradfahrt hin und zurück. Ohne die Pandemie wäre er eigentlich in der Woche drei bis vier Tage unterwegs und arbeitet als Multilokalist neben seinen Workshops und Vorträgen von überall, egal ob Zug, Flughafen oder Hotelzimmer.

Beide sind sich aber einig, dass die Entscheidung über Ort und Modus der Arbeit vor allem flexibel und individuell getroffen werden sollte. Nicht jeder ist gern ständig im Home Office und nicht jeder gern im Büro mit Kolleg:innen, das gilt und galt auch schon ohne die Pandemie.

„Wir müssen lernen, von einer aufoktroyierten Arbeitskultur in eine Kultur der Selbstverantwortung hineinzugehen!“
Andreas Reiter

Im gemeinsamen Gespräch wird der Bogen von persönlichen Erfahrungen zu den Strukturen geschlagen, die es braucht, um ernsthaft Arbeitswelten flexibel an unterschiedliche Persönlichkeiten, Situationen und Lebensrealitäten anzupassen. Die besprochenen Modelle und Beispiele liefern dabei manchmal so schöne Perspektiven, dass irgendwann vielleicht die Podcast-Folgen von einem Strand auf Madeira aus aufgenommen werden, einem kleinen Paradies für hybrid Arbeitende. Reinhören lohnt sich!

Mit der neuen Folge gibt es auch gleich ein neues Intro und Outro: Der Cellist Lukas Dreyer hat uns unsere fantastische und ganz persönliche Intro- und Outro-Musik eingespielt, den Text dazu hat Judith Jacobs eingesprochen. Vielen Dank an beide!