Podcast 20blue hour, Folge 3: Kultur nach dem Lockdown

Anja Mutschler , 03.06.2021

In der dritten Folge der 20blue hour wollte Anja Mutschler eigentlich mit dem Leipziger Cellisten Lukas Dreyer über die Kultur im Lockdown werden. Mit einem mutigen Blick nach vorne ist es dann doch ein Podcast über die Kultur nach dem Lockdown geworden, der sich dennoch auf die aktuellen Entwicklungen und Treiber neuer Kulturformate besinnt.

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Eigentlich sollte es der Podcast über Kultur im Lockdown werden, aber mit den aktuellen Entwicklungen werfen Anja Mutschler und ihr heutiger Gast Lukas Dreyer gleichzeitig mutig einen Blick auf die Kultur nach dem Lockdown.

Gemeinsam schauen die beiden Kulturschaffenden auf Kunst und Kultur, was Künstler:innen durch die Corona-Pandemie gelernt haben und was die Gesellschaft von Künstler:innen lernen kann.

Der Leipziger Cellist Lukas Dreyer ist seit vielen Jahren auf den internationalen Bühnen unterwegs. Als Solocellist des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera etablierte er sich in Mitteldeutschland als Kammermusiker, Pädagoge, künstlerischer Leiter der WGT Musik Kammer und der Eichsfelder Domfestspiele mit vielseitigen Projekten. In der Pandemie bietet der Künstler die Tiny Concert Series an, regelmäßig als Online-Konzertformat im Livestream.

In der Musik ist Improvisation nichts Neues, jetzt müssen jedoch ganze Formate und der Raum der Kultur selbst improvisiert werden. Dabei entstehen neue, hybride Formate, mit denen Lukas Dreyer bereits vor der Pandemie experimentiert hat.

„Das war dann der Schritt zu sagen: ‘Lass uns das ausprobieren, ob das nicht auch als Meeting oder als Workshop funktioniert’ So sind Dinge entstanden im letzten Jahr, die immer weiter ihren Weg finden. Man musste sich darauf einstellen, dass das Digitalisierungselement die einzige Tür bot.“
Lukas Dreyer

Im gemeinsamen Gespräch wird dann auch klar, was es eigentlich bedeutet, das eigene Wohnzimmer als Raum der Performance ein Stück weit öffentlich zu machen, was Events vor einem rein virtuellen Publikum mit den Künstler:innen machen – und was man angehenden wie versierten Kulturschaffenden generell mit auf den Weg geben kann.